Cornelia auf Besuch in Zambia 2007
Nach meiner Ankunft in Zambia verbrachte ich zwei Tage in Lusaka bei Aunt Rose.
Am 8.12. traf ich endlich Panot und seine Frau Christeta am Busbahnhof wieder und wir fuhren gemeinsam mit dem Minibus nach Siavonga.
Panot, seine Frau und 7 Kinder (teilweise seine eigenen, teilweise Halbwaisen und Waisen von seinen Geschwistern) wohnen in Matinangala, ungefähr 40 Gehminuten von Siavonga entfernt.
Ich wohnte in dem kleinen Haus, das Panot von dem Spendengeld gebaut hat. Es hat 2 grössere Räume. In dem einen Raum schlafen Panot und seine Frau. In dem anderen schlafen die 7 Kinder. Gekocht wird draussen, ebenso Bad und Toilette und Hühnerstall befinden sich ein paar Meter enfernt von dem Wohnhaus.
Das Fundament für ein größeres Haus steht bereits auf dem Grundstück. Zunächst war ich verwundert, warum Panot zuerst ein kleineres Haus gebaut hat, aber schließlich verstand ich warum er so in Eile war: auf dem Grundstück mußte gebaut werden: ihm war ein Bauzwang auferlegt. Panot bekam von mir Geld in kleinen Raten überwiesen und er baute lieber zuerst ein Wohnhaus, in dem alle sofort wohnen können und das er dem District Commissioner zeigen konnte, als ein halbfertiges grösseres Haus zu präsentieren und vielleicht sein Grundstück an eine Touristenkette zu verlieren, die schon Interesse an dem Land gezeigt hatte.
Er widerstand dem Angebot, und behielt das Grundstück, um für seine Kinder zu sorgen.
Ich habe mit Mr. Mainza beraten, wie es Panot schaffen könnte, das Haus fertig zu bauen und für 7 Kinder permanent zu sorgen, bis sie ihre Schulbildung abgeschlossen haben.
Er meinte, das beste wäre, wenn wir Geld für ein Kapenta-Boot sammeln würden. Dann könnte Panot Fische fangen und die Familie ernähren. Die Überschüsse könnte er am Markt verkaufen und das Haus mit eigener Finanzkraft fertig bauen. Er wäre dann nicht mehr angewiesen auf das Geld aus Österreich.
Wir besuchten Mr. Peter Ian, ein Brite, der seit 10 Jahren in Siavonga lebt und Kapenta-Boote baut. Wir erkundigten uns über den Preis und befragten andere Kapentafischer. Wir sprachen auch mit Sister Dulcine darüber. Alle waren sich einig, dass so ein Boot eine gute, sinnvolle Investition für Panot und seine Familie wäre.
Das heißt: Wir sammeln für Panot und seine Kinder Geld, damit er bald keine Spenden mehr braucht.
Wichtig zu wissen ist vielleicht auch noch, dass Panot ein Mensch ist, der mit anderen in seiner Nachbarschaft teilt. Als wir zu Weihnachten kochten und backten, kamen immer wieder Leute vorbei und jedem/jeder hat Panot etwas zu essen gegeben.
(Als mir das Cornelia erzählt hatte, kamen mir die Tränen: es war am 25.Dezember und sie hatten in ihrer Küche draussen etwas ähnliches wie Tiroler Bauernkrapfen in Öl herausgebraten, der Duft zog die Strasse entlang und es kamen immer wieder “ganz zufällig” Nachbarn vorbei. Und jedem gab er einen Krapfen)
Er schaut nicht nur, dass er und seine Kinder genug haben, er gibt immer was her.
Als ich mich mit Cornelia getroffen hatte und sie mir von ihrer Zeit in Zambia erzählte, mir die Fotos zeigte, war ich sehr berührt, ich konnte spüren und sehen, dass wir wirklich helfen konnten. Ich konnte die Verbundenheit sehen, es war viel Liebe zu sehen (und wenn die Fotos von anderen Musikern nett waren, viel Herz, viel Liebe sah ich in Panot’s Familie).
Es ist mir eine große Ehre hier mit dabei zu sein und ich bin sehr froh darüber.
















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